Die Manzoni läuft wieder

In der Zulieferer-Branche für die Automobilhersteller ist zeitgleich Geld, deshalb musste es bei Umform- und Fügetechnik Eisenach schnell gehen

Datum: 18/01/2015 3:23pm
Kategorien: Ersatzteile
Die Manzoni läuft wieder

Bei Umform- und Fügetechnik Eisenach (UFE) geht es um Stückzahlen. „Die Automobilhersteller sind in Preisverhandlungen sehr unnachgiebig“, weiß Verkaufsingenieur Jürgen Grünenwald aus Erfahrung. „Da war klar, dass wir schnell handeln mussten, als sich UFE mit einem Problem an ihrer 1600-Tonnen-Exzenterpresse meldete.“

„Risse im Kopfstück“ lautete die Kurzfassung des Problems. „Solche Risse bedeuten nicht, dass die Maschine gleich komplett stillgelegt werden muss, aber es ist notwendig, ihre Presskraft massiv zurückzufahren, was zur Folge hat, dass nicht mehr alle Teile hergestellt werden können, sondern nur noch solche mit geringem Presskrafteinsatz.“ Bei der ersten Besichtigung wurde schnell klar, dass sich die Risse an den Lagerstellen der Vorgelegeräder gebildet hatten. Hier treten bei Pressen die größten Kräfte auf und bei jahrelanger Dauerbelastung kann es mitunter zu Materialermüdung und damit zu Rissbildung kommen.

Das gesamte Kopfstück besteht aus mehreren zusammengeschweißten Platten, in dem die vier Exzenterräder über Pleuel den Stößel der Presse antreiben. Darüber befindet sich das Vorgelege. Übte die Presse nun Druck auf ein Werkstück aus, wölbte sich das gesamte Kopfstück um einige Millimeter nach oben. „Wäre die Maschine weiter so beansprucht worden, hätte das zur irreparablen Beschädigung der Maschine und sicherlich auch zu ungenauen Pressteilen geführt“, sagt Grünenwald.

Im ersten Arbeitsschritt räumte das Team von Presstec das Kopfteil aus und entfernte das Getriebe der Manzoni. Anschließend wurde der Ist-Zustand vermessen und dokumentiert. Dann ging es daran, die Risse auszuarbeiten. „Für eine dauerhafte Schweißreparatur müssen die Risse ausgefugt weren. Danach wird Lage für Lage aufgeschweißt, um die entstandenen Löcher wieder zu schließen“, sagt Grünenwald. Der eigentliche Schweißvorgang ist aufwendig. Nach jeder Lage wird gehämmert, um entstandene Spannungen abzubauen. „Parallel haben wir weitere Verschleißreparaturen an Getriebeteilen bei uns im Werk durchgeführt und Kleinteile wie gerissene Bolzen ersetzt.“ Nach den zuvor kalkulierten acht Wochen konnte die Manzoni wieder ihre Arbeit aufnehmen und das, obwohl noch Materialbeschaffung und Ausführung der Zusatzarbeiten dazu kamen.

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