Die vielleicht größte Visitenkarte aller Zeiten

Der Autobauer Daimler und die Pressenschmiede Presstec schaffen schon seit Jahren zusammen – und das mit großem Erfolg

Datum: 01/10/2018 12:00am
Kategorien: Interview, 25 Jahre
Die vielleicht größte Visitenkarte aller Zeiten

Jürgen Grünenwald ist Key Account Manager bei Presstec und zuständig für die vertriebliche Seite. Seit zwölf Jahren arbeitet der gelernte Ingenieur bei Presstec. Den Daimler-Konzern betreut er von Anfang an. Im Interview sprachen wir mit ihm über die Anfänge dieser Beziehung, die Highlights und den Erfolgsfaktor Mensch.

Herr Grünenwald, 2012 begann die Zusammenarbeit mit dem Autobauer Daimler, was war denn das erste Projekt?
Der erste Auftrag kam direkt aus Sindelfingen, von der Abteilung Umformtechnik. Eigentlich ging es da um eine neue Steuerung für einen Transfersimulator für Jumbo-Pressen. Da es keine Ersatzteile gab, haben wir hier in Kehl eine komplett neue Steuerung, eine neue Antriebstechnik und ein neues Gebersystem entwickelt und produziert. Sechs Wochen brauchten wir dann im Zwei-Schicht-Betrieb in Sindelfingen, um alles zu installieren, Probe laufen zu lassen und in Betrieb zu nehmen. Und es hat alles reibungslos geklappt: Just in time, wie man heute so schön sagt. Daimler war sehr angetan.  

Sie haben also gewissermaßen eine sehr imposante Presstec-Visitenkarte bei Daimler hinterlassen …
Ja, genauso könnte man es sagen. Der Kunde wollte ja erst mal wissen, was wir so können. Und weil wir eine sehr zufriedenstellende Arbeit und einen außerordentlichen Service abgeliefert haben, kamen dann auch recht schnell Folgeaufträge aus anderen Daimler-Standorten. Die Kollegen, die die jeweiligen Maschinenparks leiten, tauschen sich ja untereinander aus. Da fiel wohl öfter der Name Presstec.

Welche Highlights waren dabei?
Zum Beispiel der komplette Neubau des Stößels einer Müller Weingarten VK 1500 für den Standort in Gaggenau. Die Umformpresse lieferte keine sauberen Ergebnisse mehr. Herausfordernd war, dass es keine Originalzeichnung des Herstellers mehr gab, an der wir uns hätten orientieren können. Also haben wir den Stößel komplett neu gebaut und auch gleich optimiert. Dank unserer Know-hows  kennen wir Schwachstellen genau und können deshalb für eine Langlebigkeit der Pressen sorgen. Ebenfalls in Gaggenau arbeiteten wir an einer 450-Tonnen-Umformpresse der Firma Erfurt Leinhaas. Zwar erst Baujahr 1999, aber die Steuerungstechnik war nicht mehr auf dem neuesten Stand und zeigte immer wieder Störungen an.  Die Presse, die Bandanlage und der Transfer für den Teiletransport funktionierten nicht mehr richtig. Und in Sindelfingen haben wir gleich eine ganze Pressenstraße – bestehend aus sechs Einzelpressen – komplett saniert.

Was macht die Zusammenarbeit mit Daimler so besonders?
Was uns hier sehr gut gefällt, ist die Planungssicherheit, die wir mit Daimler haben: Die Aufgabenstellung ist hervorragend bis ins Detail ausgearbeitet – das ist schon klasse. Der Kunde sagt ganz genau, was er sich wie und in welchem Umfang wünscht. Es gibt ganz klare Definitionen zu jedem Auftrag. Und die Unterstützung der Mitarbeiter bei Daimler ist sehr gut. Es wird regelmäßig gesprochen. Nicht nur im Vorfeld, sondern während des gesamten Prozesses. Unsere Kontakte mit den Ansprechpartnern vor Ort sind hervorragend – das macht einfach Spaß.

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